Medienmitteilungen Klimaschutz

08.01.2010

Kopenhagen jetzt umsetzen!

Auch die Grünen bedauern, dass der Klimagipfel in Kopenhagen keine verbindlichen Massnahmen zum Schutz des Klimas beschlossen hat. Ein Marschhalt in der Schweizer Klimapolitik, wie ihn Economiesuisse fordert, würde jedoch das Versagen von Kopenhagen fortsetzen. Die Grünen werden sich dafür einsetzen, dass wenigstens die 12 Punkte des „Copenhager Accord“ in der anstehenden Beratung des Klimagesetzes umgesetzt werden.

 

Am Montag beginnt die nationalrätliche UREK mit der Beratung des Klimagesetzes und der Klimainitiative. Nach den Ergebnissen des Klimagipfels in Kopenhagen, fühlen sich die klimapolitischen Bremser bestätigt. Angespornt durch die – leider im Klimaschutz rückwärtsgewandte – Economiesuisse, erachten es verschiedene bürgerliche Nationalräte als problematisch, gerade jetzt ein neues Klimaregime zu beschliessen.

 

Wer sich von dieser Verzögerungstaktik der Economiesuisse anstecken lässt, deutet die Signale aus Kopenhagen falsch. Das Scheitern in Kopenhagen betrifft in erster Linie die fehlende Konkretisierung der zwölf Punkte des „Copenhager Accord“. Doch um eine solche voranzutreiben, muss die Schweiz selber endlich konkreter werden und darf keinesfalls hinter den „Copenhager Accord“ zurück fallen. Dazu muss die Vorlage zum Klimagesetz des Bundesrates schleunigst angepasst werden:

 

• Der „Copenhager Accord“ hält fest, dass eine Erderwärmung von 2 Grad verhindert werden muss, dass bei der Reduktion der CO2-Emissionen die Klimagerechtigkeit beachtet werden muss und dass der Höhepunkt der globalen Erwärmung sobald wie möglich erreicht werden soll. Alle Länder müssen zu diesem Zweck bis Ende Januar ihre nationalen Reduktionverpflichtungen bekannt geben. Die Schweiz muss, um diese Ziele zu erreichen, eine Reduktion ihrer CO2 Emissionen im Inland bis 2020 um 40% im Klimagesetz festlegen und diese Ziel dem „Copenhager Accord“ anfügen.


• Der „Copenhager Accord“ hält fest, dass die Industriestaaten die Entwicklungsländer beim Klimaschutz, wie beispielsweise bei der Reduktion der Abholzung der Regenwälder, unterstützen müssen. Zur Anpassung an die Klimaerwärmung sollen für die Jahre 2010 bis 2012 zusätzliche Mittel in Höhe von 30 Milliarden Dollar bereitgestellt werden. Das Klimagesetz enthält bisher keine solchen Bemühungen. Unklar ist auch, wie die notwendigen finanziellen Mittel generiert werden sollen. Auch Sicht der Grünen kommen dafür prioritär eine Emissionsbesteuerung, die Abgabe aus Sanktionen und die Erträge aus Auktionen im Bereich des Emissionshandels in Frage.



Wenn die Schweiz jetzt ihre Klimabemühungen auf Eis legt, setzt sie das Versagen von Kopenhagen fort. Die Grünen verlangen deshalb von der UREK wie geplant beim Klimagesetz einzutreten. Sie werden die notwendigen Verbesserungsanträge am Montag einbringen.

 

Referenden, Initiativen & Petitionen

Blog

11.05.2012 | Waffen für Griechenland23.04.2012 | Teamgeist als Kapital19.04.2012 | Mit der Kraft der Symbolik29.03.2012 | Ein grüner Erfolg01.03.2012 | Das älteste AKW der Schweiz14.02.2012 | Für die Freiheit des Internets08.02.2012 | Millionäre sind in der Schweiz willkommen23.01.2012 | Absurde Suche nach Atommülllagern16.01.2012 | "Lex Weltwoche" soll für Transparenz sorgen19.12.2011 | Grüne beweisen ihre Regierungsfähigkeit12.12.2011 | Konkordanz ist nicht einfach eine mathematische Formel07.12.2011 | Vier Sitze für das rechte Lager sind zu viel23.11.2011 | Das Klima wartet nicht auf die Politik24.10.2011 | Enttäuschendes Wahlresultat17.10.2011 | Verantwortungsloser Mangel an Sensibilität06.10.2011 | Bedenkliche Wahlabstinenz der Jungen04.10.2011 | Sommer im Oktober30.09.2011 | Kauf von Kampfflugzeugen29.09.2011 | Das Konkurrenzmodell hat ausgedient27.09.2011 | Politik muss für Vernunft sorgen13.09.2011 | Der Atomausstieg schafft Arbeitsplätze31.08.2011 | Kniefall vor der Atomlobby09.08.2011 | Der sich selbst regulierende Markt02.08.2011 | Ich bin auch ein Patriot13.07.2011 | Das Familienleben muss von den Männern erobert werden01.07.2011 | Wo bitte ist der Ausgang ? 27.06.2011 | Der Ausstieg ist noch nicht vollzogen!22.06.2011 | Es braucht Evakuierungspläne09.06.2011 | Kommt alle an den Frauenstreik!06.06.2011 | Parlament muss sich für den Atomausstieg aussprechen26.05.2011 | Die wahren Etappensieger sind die mit dem grünen Leibchen10.05.2011 | Jetzt gilt es ernst!29.04.2011 | Bremsspuren… oder der Ausrutscher eines stellvertretenden Ressortleiters18.04.2011 | Migranten sind die Sündenböcke06.04.2011 | Folgen von Fukushima dürfen nicht vergessen gehen30.03.2011 | Im Kampf gegen AKW hat es Platz für alle21.03.2011 | Es braucht ein verbindliches Ausstiegsszenario18.03.2011 | Es gibt konkrete Handlungsmöglichkeiten16.03.2011 | Aufwühlende Ereignisse in Japan09.02.2011 | Das wahre Gesicht der Migration07.02.2011 | Frauen können den Ausschlag geben04.02.2011 | Senegalesischer Kampf um Ernährungssouveränität02.02.2011 | Mittelmass reicht nicht!24.01.2011 | Wir haben nur eine Erde13.01.2011 | Die Zeit arbeitet für die Komplementärmedizin10.01.2011 | Industrielle Massenhaltung schadet Tier und Mensch06.01.2011 | Schweiz wird zum Banken- und Firmeneldorado05.01.2011 | Unmenschliche Verunsicherung der Sans-Papiers13.12.2010 | Es braucht einen Klima-Sprung03.12.2010 | Stummer Klimawinter29.11.2010 | Eine neue Bewegung hat die Städte ergriffen15.11.2010 | Sorgenbarometer widerlegt SVP-Argumente11.11.2010 | Auch in der Schweiz sind Mobilisierungen gegen Atom möglich02.11.2010 | Nach dem doppelten Nein der SP18.10.2010 | Die Rattenfänger ziehen durchs Land06.10.2010 | Nur noch fünf Jahre, um die Armut zu reduzieren28.09.2010 | Machtdemonstration der bürgerlichen Mitte17.09.2010 | NEIN zum Abbau der Arbeitslosenversicherung07.09.2010 | Ausstieg aus dem Ausstieg kommt nicht in Frage02.09.2010 | Dreckschleuderfreie Zonen schaffen25.08.2010 | Die Diktatur der Mehrheit19.08.2010 | Guter Start für das neue Raumplanungsgesetz12.08.2010 | Unverständlicher Umgang mit dem Wolf05.08.2010 | Kontraproduktive Preiserhöhungen04.08.2010 | Öl-Gier ist unersättlich09.07.2010 | Leuenberger grüsst Leuenberger08.07.2010 | Es ist Zeit für mehr Ferienzeit01.07.2010 | Unlogische Migrationspolitik15.06.2010 | PUK wäre nötig gewesen14.06.2010 | Immer die gleiche Leier?02.06.2010 | Zynische Klimapolitik des Nationalrates05.05.2010 | Katastrophale Abhängigkeit vom Öl19.04.2010 | Spuck noch ein bisschen...12.04.2010 | Wehrpflicht für niemanden22.03.2010 | Klimainitiative ist beste Risikovorsorge15.03.2010 | Her mit dem schönen Leben!08.03.2010 | Lohnschere öffnet sich03.03.2010 | Sozialdienst statt Wehrpflicht23.02.2010 | Die Schweiz liegt in Europa04.02.2010 | Handeln statt kritisieren02.02.2010 | Wir wollen keine Dreckschleudern26.01.2010 | Schwanger werden Frauen nicht allein25.01.2010 | (Zu) schneller Wechsel bei der Post21.01.2010 | PUK-Druck23.12.2009 | Kopenhagen ist gescheitert17.12.2009 | Rettet Kopenhagen!13.12.2009 | Kopenhagen wird zu Hopenhagen24.11.2009 | Gemischte Teams braucht das Land18.11.2009 | Hup Holland - für weniger Hupen28.10.2009 | Grün gewinnt!22.10.2009 | Die Gletscher schmelzen19.10.2009 | Die "lustige" SVP05.10.2009 | Die Schweiz ist Weltmeisterin im Zugfahren29.09.2009 | Historischer Sieg für die Grünen in Deutschland14.09.2009 | Wir müssen unseren Lebensstil überdenken07.09.2009 | Eine Geschichte zum Thema IV24.08.2009 | Stimmen fürs Klima14.08.2009 | Gentech-Label in Deutschland11.08.2009 | Windräder in geschützten Landschaften30.07.2009 | Zum 1. August24.07.2009 | Wir wollen keinen Mogel-Wein17.07.2009 | Ferien auf dem Bauernhof30.06.2009 | Nachrichten von der "Wirtschaftsfront"16.06.2009 | Die Frauen und das Glück08.06.2009 | Erfolg der Grünen bei Europawahlen28.05.2009 | Stopp der Bodenzerstörung25.05.2009 | Helvetisierung von Familiennamen (Fortsetzung)19.05.2009 | Förderung des Schienenfernverkehrs13.05.2009 | Helvetisierung von Familiennamen05.05.2009 | Ein Etappensieg für den Pazifismus30.04.2009 | Zum 1. Mai27.04.2009 | Zur Abwahl von Fernand Cuche22.04.2009 | Grüne fordern Abschaffung der Kopfprämie20.04.2009 | Die neue grüne Website ist online!