Sommer im Oktober
Grün wählen für einen verbindlichen Klimaschutz
Frühstück auf dem Balkon, Mittagspause im T-Shirt, ein letzter Schwumm in der Aare, Feierabendbier auf der Terrasse…. Ich muss zugeben, dieser Oktober-Sommer hat etwas für sich. Doch leider müssen wir uns Sorgen machen. Für den Zeitraum Januar bis September ist 2011 das bisher wärmste Jahr seit Beginn der systematischen Messungen in der Schweiz im Jahr 1864 (Quelle: SF Meteo). Das Jahr könnte noch vor 1994 als wärmstes Jahr in die Annalen eingehen. In weiten Teilen des Landes war der September zwei bis drei Grad zu warm. In Chur wurden gar Werte bis über 32 Grad gemessen. Und eben, der Oktober steht bisher in Sachen Wärme noch nicht hinter dem September zurück.
Wenn das so weitergeht, wachsen in Bern Palmen, die Gletscher schrumpfen auf ein Minimum zurück und Skifahren ohne Schneekanonen geht gar nicht mehr. Und trotzdem spricht niemand mehr vom Klimaschutz. Er ist offenbar vernachlässigbar, jetzt wo die Mächtigen der Welt die Finanz- und Wirtschaftskrise beschäftigt. Dass eines vom anderen abhängt, dass die Krise der Welt noch viel schlimmer wird, wenn ganze Landstriche veröden oder überschwemmt werden - diese Zusammenhänge interessieren niemanden.
Für die Grünen allerdings steht der Klimaschutz immer ganz oben auf der Prioritätenliste. Dank ihrer 2008 eingereichten Volksinitiative "für ein gesundes Klima" wird jetzt ein neues Klimagesetz im Parlament beraten. Seine Behandlung wurde jetzt aber leider zum wiederholten Male verzögert. Die Beratung wird erst nach den Wahlen weitergehen. Umso wichtiger ist es, dass die Grünen bei den Wahlen am 23. Oktober zulegen und ihre Fraktion im Parlament verstärken können. Denn die Grünen sind diejenigen, die sich immer für einen verbindlichen Klimaschutz eingesetzt haben und nicht nachlassen werden, dafür zu kämpfen. Damit es in der Schweiz auch in Zukunft Jahreszeiten geben wird, die diesen Namen verdienen.
