Jetzt gilt es ernst!

10.05.2011 - Ueli Leuenberger

Ein Marsch Richtung Atomausstieg

Machen Sie sich bereit! Legen Sie gute Schuhe, den Rucksack, ein Picknick, Sonnenhut, –brille, -schutzcrème und für alle Fälle einen Regenschutz bereit. Animieren Sie Freunde, Kolleginnen und Kollegen, Familienmitglieder und Bekannte, das Gleiche zu tun. Und stimmen Sie sich alle ein: auf den Menschenstrom, der am 22. Mai in der Region des AKW Beznau zu einer grossen, bunten und eindrücklichen Demo gegen Atomstrom werden soll.


Im Namen der Geschäftsleitung der Grünen Partei der Schweiz rufe ich alle Mitglieder, Sympathisantinnen und Sympathisanten der Grünen auf mitzumarschieren. Tragen Sie Grüne T-Shirts, Buttons und bringen Sie Fahnen mit. Denken Sie sich Lieder und Sprechgesang aus.


Wir wollen den Atomausstieg! Auf dem Weg dorthin darf es kein Zurück mehr geben. Es wird allerdings noch viele Schritte brauchen – lasst uns ein paar Schritte am 22. Mai gemeinsam machen.
 

2 Kommentare

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Kommentare

Energie Sparen

Ich habe das Gefühl das es ihnen nicht ernst ist mit Energie sparen, Umweltschutz und dergleichen oder wie kann ich mir erklären, dass sich kein Mensch geäussert hat gegen das Projekt in Andermatt wo x Skilifte weiter Schneekanonen Hotels usw. gebaut sind und weitere geplant sind oder gehen alle die dann zum Skifahren gehen zu Fuss?
Wenn schon Grün, dann aber nicht nur in der Wohnung und im Betrieb sondern auch bei Freiteit und Vergnügen.
Oder haben die Grünen Angst sie könneten Stimmen verlieren, wenn man sich gegen ein Freizeitprojekt wendet?
J.N. | 15.05.2011

Warum sind Grüne auf dem Land isoliert?

Der Beitrag von J.N. gibt mir zu denken. Anscheinend sind Grüne auf dem Land dermassen isoliert, dass sie nicht dazu kommen sich einzubringen oder eingeschüchtert sind.
Deshalb wäre es nicht nur für die Grüne Partei, sondern für die ganze Schweiz und den Rest der Welt auch wichtig, dass sich die Grünen wenn immer möglich öffentlich von einem unökologischen, asozialen EU-Beitritt distanziert. Ansonsten fühlen sich Grüne vom Land von der eigenen Partei im Schilf stehen gelassen. Das Feld würde dann der SVP überlassen, zwangsläufig.

Wer den Atomausstieg wirklich möchte, politisiert bezüglich EU-Beitritt grün, d.h. spricht von der Rhetorik her gegen den EU-Beitritt wie beispielsweise die Jungen Grünen Thurgau auf ihrer Homepage, um die nötigen Stimmen zu holen. Und das sind viele. Viele Personen auf dem Land fühlen sich gekränkt wegen den häufigen Aussagen, wer gegen den EU-Beitritt sei, sei dumm bzw. rechtsradikal. Eine entsprechende Kommunikation könnte viel bewirken. Der Zusammenhalt wäre auf einen Schlag da, Angst davor zu haben ist nichts anderes als psychotisch.

Würde das nicht gemacht und wir holen zusammen mit der SP keine Mehrheit im Herbst, geht der Atomausstieg und die Grüne Wirtschaft flöten. Noch mehr, die Betreffenden müssten sich berechtigterweise den Vorwurf von bürgerlicher Seite her gefallen lassen, nur zum Schein aus der Atomenergie aussteigen gewollt zu haben.
Die Bürgerlichen würden dann die liebe Kirche mimen, welche es einfach nicht besser kann. Halt von der Intelligenz des Landes im Stich gelassen. Grosszügig bzw. mit schlechtem Gewissen darf man dann über die weiteren Fehler hinwegsehen, es haben ja nicht alle den Überblick. Das angeknackste Selbstbewusstsein würde in die Überheblichkeit gehätschelt, Selbstkritik daran übt dann niemand mehr. Jede normal denkende Person wäre von jenen betrachtet ein Nörgler, welcher die andern nicht geniessen lassen mag, ein Neider, ein Pfarrer, ein Faschist.

Auch sonst brodelt es in der Schweiz, gerade im Sozialen. Wie sollen sich Menschen mit Behinderung fühlen, wenn sie von einer bürgerlichen Mehrheit mehr und mehr missbraucht und ausgegrenzt werden?
(http://www.beobachter.ch/foren/uebersicht/foren/list_post/?tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=21341)
(http://www.beobachter.ch/foren/uebersicht/foren/list_post/?tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=21411)

Die Grünen und die SP müssten sich wegen ihrer passiven Haltung wie die Sozialdemokraten in Deutschland in den 1930ern den Vorwurf gefallen lassen, ein von der Logik her faschistisches System erhalten und zusätzlich ermöglicht zu haben. Wollen Grüne Sündenbock sein? Ich nicht!
Kirchgraber Stefan | 24.05.2011
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