Aufwühlende Ereignisse in Japan
Eine Bundesrätin, die es ernst meint?
Die Ereignisse in Japan wühlen mich sehr auf: Zuerst das Erdbeben, dann der Tsunami mit seiner unvorstellbaren Verwüstung. In Gedanken bin ich in diesen Tagen oft bei den Opfern und deren Angehörigen in Japan.
Sehr schnell nach dem Tsunami wurde der atomare Notstand ausgerufen, nachdem das AKW in Fukushima beschädigt worden war und auch die Notaggregate nicht einwandfrei funktionierten. Von einer Kernschmelze ist wohl nach derzeitigem Wissensstand auszugehen, sie kommt immer näher.
Dass ein solcher Atom-GAU in einem hochentwickelten Land wie Japan passieren kann, sollte uns zu denken geben und sollte uns dazu zwingen, unsere Energieversorgung weg von der Atomkraft in eine erneuerbare Zukunft zu lenken.
Die dramatische Situation in Fukushima zeigt auf, dass Atomkraftwerke auch in technologisch hochentwickelten Ländern nicht gegen alle Katastrophen geschützt werden können. Es gibt keine absolute Sicherheit. Vor diesem Hintergrund ist es zwingend, dass die Kernkraftwerke in der Schweiz und insbesondere das AKW Mühleberg als einer der ältesten Reaktoren weltweit sofort nach Sicherheitsaspekten neu geprüft werden. Im AKW Mühleberg kommt es mehrmals im Jahr zu kleinen Störfällen, über welche die Bevölkerung nicht aktiv orientiert wird. Die Transparenz muss diesbezüglich stark verbessert werden und nicht nur in Polemik vor Abstimmungen ausarten.
Bundesrätin Doris Leuthard hat heute, nach langem Schweigen, die Gesuche für neue AKW vorerst sistiert. Meint sie es ernst? Oder ist es nur eine Verzögerungstaktik, damit die schlimmen Ereignisse in Japan bereits in Vergessenheit geraten sind, wenn dann die Abstimmung über neue AKW in der Schweiz stattfindet? Vor der Abstimmung zum AKW Mühleberg waren auf jeden Fall keine kritischen Stimmen über bürgerliche Lippen gekommen.
Es beelendet mich, dass immer eine grosse Katastrophe passieren muss, bevor wir offen und transparent informiert werden und eine öffentliche Diskussion ohne Polemik führen können. Ich hoffe, dass wir diese Bilder aus Japan nie vergessen und hier den Weg in eine menschenfreundliche, erneuerbare Zukunft einschlagen.
In Gedanken sind wir in Japan. Die Grüne Fraktion hat heute symbolisch einen Solidaritätsanstecker getragen, um ihre Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen.
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Atom ist noch nicht alles
Ein Fehler im CERN könnte bewirken, dass die ganze Anlage mit dem Rest des Planeten in die Luft fliegt. Dies ist ebenfalls bekannt.
Was, wenn die Frau dieses Herrn dessen Liebe bewiesen haben will? Was würden Sie tun, wenn deswegen am kommenden Sonntag um 12 Uhr MEZ die Welt unterginge?
Wann macht die Schweiz endlich auf sicher?

