Sozialdienst statt Wehrpflicht
Die Armee hat ausgedient
Die GSoA hat in der Sonntagspresse angekündigt, dass sie eine Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht prüfen wird. Sie fordert zudem einen freiwilligen zivilen Gesellschaftsdienst mit entsprechenden Anreizen. Damit könnte ein neues und effizientes System der Freiwilligenarbeit aufgebaut werden, von welchem Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft profitieren würden.
Ich bin überzeugt, dass die Armee in der heutigen Form schon lange ausgedient hat. Seit 162 Jahren musste die Schweiz keinen Krieg mehr führen. Sie hat sich als neutrales und föderalistisches Land in der Friedenspolitik engagiert und sollte dieses Engagement ausbauen. Verschiedenen Zeitungen war zu entnehmen, dass immer mehr Kaderpersonal der Armee in den Zivildienst wechselt. Dies zeigt, dass nicht einmal mehr das gut ausgebildete Personal der Armee den Sinn in dieser Institution erkennt.
An Stelle einer veralteten und ineffizienten Armee braucht die Schweiz einen zivilen Friedens-, Umwelt- oder Sozialdienst, welchen alle in der Schweiz lebenden Personen freiwillig leisten können. Das wäre ein grosser Beitrag zum Wohl des Landes. Damit ein solcher freiwilliger Dienst auch genutzt wird, braucht es entsprechende Anreize.
Als Alternative zu den bewaffneten Einsätzen im Ausland schlagen die Jungen Grünen eine ausgebildete Katastropheneinsatzgruppe vor. Diese soll unbewaffnet in Krisengebieten zum Einsatz kommen und humanitäre Aufbauarbeit und Nothilfe leisten. Gleichzeitig soll die Schweiz ihre Position für Friedensdiplomatie und Vermittlung stärken und vermehrt nutzen.
Falls die Initiative kommen wird, werde ich sicher mit dem Unterschriftenbogen auf dem Klemmbrettli in den Gassen von Bern anzutreffen sein.
Mitdiskutieren
Um einen Kommentar zu hinterlassen, müssen Sie sich zuerst anmelden: Kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich!Kommentare
Initiative MUSS kommen.
Ein Freiwilligendienst für alle (wie bei der Feuerwehr) wäre in jedem Fall sinnvoller.
