Stopp der Bodenzerstörung
Die beste Lösung ist die Landschaftsinitiative
Die Zerstörung des Bodens muss endlich gestoppt werden. Innerhalb eines Jahres werden in der Schweiz 4200 Fussballfelder Landschaft verbaut. Würden diese Felder aneinandergereiht und würde darauf Fussball gespielt, stünde ein Torwart in Bern und der andere in Paris.
Jeder Versuch, diese unwiderrufbare Zerstörung zu bremsen, muss unterstützt werden. So befürworten die Grünen auch die Initiativen von Franz Weber, die am 4. Juni im Nationalrat behandelt werden. Zwar hätten sie einen Gegenvorschlag des Bundesrates bevorzugt, doch dieser hat beide Initiativen ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung empfohlen.
Die erste Initiative will den Bau von Zweitwohnungen begrenzen. Damit soll verhindert werden, dass insbesondere touristische Gemeinden mit Siedlungen verschandelt werden, welche die meiste Zeit unbewohnt sind.
Die zweite Initiative will den Bau von grossen Anlagen nur noch zulassen, wenn sie aus bildungs- oder gesundheitspolitischer Sicht oder aus Natur- und Landschaftsschutzgründen unbedingt nötig sind. Denn solche Anlagen zerstören die Landschaft nicht nur direkt, sondern auch indirekt, weil die Siedlungen in ihrer Umgebung rasant und unkontrolliert anwachsen.
Wir Grünen unterstützen die beiden Initiativen, weil wir hoffen, dass sie in der Bevölkerung eine breite Debatte rund um die Raumplanung auslösen werden. Das Volk muss sich bewusst werden, wie kostbar unser Boden ist und dass seine Zerstörung nicht rückgängig gemacht werden kann. Wenn es dies realisiert, wird es zur Landschaftsinitiative der Grünen nicht mehr Nein sagen können. Die Grünen haben diese Initiative weniger als ein Jahr nach den Weber-Initiativen eingereicht. Sie befasst sich mit dem gleichen Problem wie die Weber-Initiativen. Sie bietet aber die bessere Lösung.
