Zum 1. Mai
1. Mai: Tag der Solidarität und des Umdenkens
Am diesjährigen 1. Mai wird es für die Arbeiterinnen und Arbeiter schwierig, Feststimmung zu verspüren und den Tag der Arbeit zu feiern. Denn die Welt befindet sich in einer Krise, die sich immer deutlicher als eine umfassende Systemkrise entpuppt, die schon Tausende von Arbeitsplätzen gefordert hat. Tausende von Angestellten bangen um ihren Arbeitsplatz. Zum Finanzdebakel und zur Wirtschaftsrezession gesellen sich eine globale Klima-, Energie- und Nahrungsmittelkrise.
Nun braucht es ein radikales Umdenken. Aus dieser Krise schaffen wir es nur mit einem umfassenden und nachhaltigen Konjunkturprogramm, das einen sozialen und ökologischen Umbau beinhaltet. Die Schweiz, deren Grossbanken dank dem Bankgeheimnis und Steuerprivilegien Milliarden von Franken aus der Dritten Welt abgezogen haben, soll sich zudem für ein internationales Solidaritätsprogramm zugunsten der Ärmsten der Welt stark machen.
Einfache Rezepte gegen die Krise und Antworten auf die schreienden Ungerechtigkeiten sind schwierig zu finden. Es braucht nun konkrete Hilfe und gelebte Solidarität, um populistische und fremdenfeindliche Tendenzen zu verhindern und den Zukunftsängsten zu begegnen. Lasst uns diese Debatte an diesem 1. Mai zusammen mit den Arbeiterinnen und Arbeitern führen. In diesem Sinn sage ich Euch: Es lebe der 1. Mai!
