Migration

Como/Chiasso: Flüchtlinge besser schützen!

Die Situation vor der Schweizer Südgrenze ist inakzeptabel. Täglich werden Dutzende Männer, Frauen und Kinder an der Schweizer Grenze zurückgewiesen, ohne dass sie ein Asylgesuch hätten stellen können. Das widerspricht Schweizer Recht.

Hunderte Flüchtlinge müssen zurzeit in Como und Chiasso unter menschenunwürdigen Bedingungen ausharren. Die faktische Schliessung der Schweizer Südgrenze ist sowohl aus menschlicher als auch aus rechtlicher Perspektive inakzeptabel. Sie zeugt ausserdem von mangelnder Solidarität mit den Ländern an den Grenzen Europas, zu denen auch Italien gehört. 

Flüchtlingen helfen

Die Grünen engagieren sich nicht nur politisch, sondern auch ganz konkret und jeden Tag für die Menschenrechte. Auch Sie können Flüchtlingen helfen.

Zeit spenden
Sozial- und Rechtsberatung, Deutsch­kurse, gärtnern mit Flüchtlingsfami­lien, Nähkurse usw. > www.heks.ch, www.caritas.chwww.redcross.ch

In jedem Kanton gibt es lokale Vereine, die sich für Flüchtlinge und Asylbewerberinnen engagieren.  Hier finden Sie den Verein bei Ihnen um die Ecke: www.sosf.ch > Service > Adressen

Sachen spenden
Kleider und Spielzeuge verschenken
> www.redcross.ch 

Die Kumuluspunkte für Nothilfebezü­gerlnnen und Sans-Papiers in Migros-Gutscheine umwandeln lassen: 
www.solicarte.ch

Unterkunft spenden
Gastgeber-Familie werden, ein Zimmer anbieten > www.fluechtlingshilfe.ch oder www.wegeleben.ch

Geld spenden
www.glueckskette.ch. Postkonto 10-15000-6, Vermerk Flüchtlinge.

Smartphone spenden
Die Überfahrt übers Mittelmeer ist extrem gefährlich und viele bezahlen sie mit dem Leben. Um Flüchtenden in Seenot rechtzeitig helfen zu können, müssen Rettungskräfte ihre genaue Position kennen. Mit einem Smartphone können Flüchtende ihre GPS-Koordinaten selbst ermitteln und an die Rettungskräfte weitergeben.
www.alarmphone.ch

Vorurteile bekämpfen
Mitmachen bei Menschenrechtsbil­dung für jugendliche und Erwachsene
www.ncbi.ch oder www.amnesty.ch

ASYL: #SafePassage

Der Vorstand der Grünen Schweiz fordert mit einer Resolution zur Asylpolitik den Bundesrat zum Handeln auf. Er soll alles in seiner Macht Stehende tun, um die humanitäre Katastrophe an den Rändern Europas aufzuhalten.

Die unerträglichen Bilder aus den Flüchtlingslagern in Griechenland zeigen, dass Stacheldraht, Polizei und Tränengas keine Antwort auf das Leid der Bürgerkriegs- und Gewaltflüchtlinge aus Syrien und aus weiteren Ländern des Nahen und mittleren Ostens sind. Tausende von Menschen vegetieren in Kälte und Dreck vor sich hin. Nachdem sie den Gräueln des Bürgerkriegs und den Schlepperbanden entronnen sind, sitzen sie nun in der Falle der europäischen Abschreckungspolitik.

Der Deal der EU mit der Türkei ist eine Bankrotterklärung der EU-Flüchtlingspolitik und hebelt die Genfer Flüchtlingskonvention aus. Kollektive Rückschaffungen (Pushbacks) in die Türkei sind illegal. Die Grünen Schweiz unterstützen stattdessen die Vorschläge der europäischen Grünen für eine neue, gesamteuropäische Flüchtlingspolitik als Alternative zum gescheiterten Dublin-System.

Kein Massengrab im Mittelmeer

Das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer verlangt nach sofortigen Massnahmen aller Schengen-Länder, und deshalb auch der Schweiz. Die Schweiz muss das Botschaftsasyl wieder einführen, Italien und Griechenland finanziell unterstützen und Bootsflüchtlinge aufnehmen.

Aline Trede

Das Botschaftsasyl aufzugeben war ein Fehler, der im Mittelmeer Menschenleben kostet. Wir müssen es dringend wieder einführen. Die Schweiz soll zudem in Europa ein Mittelmeer-Rettungsprogramm anstossen.

Migration in Kürze

Migration hat es immer gegeben und wird es immer geben. Doch nur eine kleine Minderheit migriert aus freien Stücken. Die Mehrheit verlässt ihre Heimat aufgrund von Kriegen, Umweltkatastrophen, Armut und mangelnder Perspektiven. Die Grünen sind der Meinung, dass die Freiheit, sich irgendwo niederzulassen, ein Menschenrecht sein sollte. Die Politik der Schweiz ist aber eine andere: Sie schafft Rechts- und Chancenungleichheit, indem sie die MigrantInnen in zwei Klassen einteilt: in EU-Angehörige und Hochqualifizierte einerseits sowie in Menschen aus der restlichen Welt und mit anderen Qualifikationen andererseits. Letztere können sich nur hier niederlassen, falls sie Asyl erhalten oder eine/n Schweizer/in heiraten. Die Grünen fordern ein Umdenken, weg von der Einteilung der Menschen in Herkunftskategorien und weg von immer restriktiveren Zulassungsbedingungen.

Die Positionen der Grünen betreffend der Integration der ausländischen Bevölkerung in der Schweiz finden Sie hier.