Friedenspolitik

IN KÜRZE

Eine aktive Friedenspolitik gehört zu den Grundpfeilern grüner Politik. Die Grünen wollen die Armee reduzieren. Sie soll auch keine zivilen Aufgaben übernehmen. Dafür sind zivile Behörden zuständig. Konflilkte bekämpft man nicht mit Aufrüstung, sondern mit zivilen Initiativen für den Frieden. Die Schweiz soll auf jegliche Rüstungszusammenarbeit verzichten und sich viel aktiver für die gewaltfreie Lösung von Konflikten engagieren. Frieden basiert auf Gerechtigkeit. Darum sollte die Schweiz dazu beitragen, die UNO, den fairen Handel und die Entwicklungszusammenarbeit zu stärken.

STAND DER DINGE

«Wir sind überzeugt, dass ein Leben ohne Krieg und Unterdrückung in Toleranz und gegenseitigem Respekt und in Einklang mit der Natur möglich ist.» So formulierten es die Grünen Schweiz vor den nationalen Wahlen 2003. Ein starkes friedenspolitisches Engagement in diesem Sinne ist für die Grünen Schweiz seit Jahren ein wichtiger Bestandteil ihrer Politik. So waren die Grünen bei den Demonstrationen gegen den Irak-Krieg im Jahre 2003 an vorderster Front dabei. Aktiv beteiligt waren sie auch bei Demonstrationen gegen Kriege im Israel-Palästina-Konflikt.

Für die Grünen ist auch klar, dass die Schweiz sich als neutrales Land viel aktiver für gewaltfreie Lösungen von Konflikten engagieren könnte.
 
Angesichts der Sinnkrise der Armee fordern die Grünen einen militärischen Marschhalt, eine zivile Denkpause und ein finanzielles Moratorium. In der Wahlplattform haben die Grünen festgehalten, dass die Schweiz keine Armee braucht, insbesondere nicht für Einsätze im Innern. Stattdessen soll sie sich international für die gewaltfreie Konfliktbearbeitung und für eine umweltverträgliche und gerechte Verteilung der natürlichen Ressourcen einsetzen.